Qualitäts­management

Gründer und Geschäftsführer Christian Schwendy

 

 

Wir haben auf dieser Seite die wichtigsten und interessantesten Fragen unserer Kundinnen und Kunden zum Thema Übersetzungsqualität zusammengefasst.

Herr Schwendy, wo sehen Sie die Stärken von Gemino beim Qualitätsmanagement?

Ich denke, eine unserer großen Stärken ist es, Risiken zu bewerten, d. h. die Prozesse bei veränderten Rahmenbedingungen schnell entsprechend anzupassen und dann trotzdem immer zum gewünschten Ergebnis zu kommen.

Ich nenne das „Management des Unerwarteten“: Auch bei eigentlich standardisierten Workflows stellen sich im Projektverlauf oft neue Herausforderungen oder es ändern sich die Vorgaben.

Qualität erfordert also Flexibilität?

Auch. Entscheidend ist das Bewusstsein, dass wir uns permanent in Verbesserungsprozessen befinden. Wir überlegen bei jedem Problem, ob wir etwas am Prozess ändern müssen. Der Auditor, der die Zertifizierungen gemäß ISO 9001 und ISO 17100 bei uns durchgeführt hat, betonte, dass man merkt, dass dieses Bewusstsein bei uns gelebt wird. Sein Feedback hat mich besonders gefreut. Es zeigt, dass der „kontinuierliche Verbesserungsprozess“ für Gemino keine hohle Phrase ist.

Was bedeutet „Qualität“ generell für Sie?

Salopp gesprochen: Qualität ist, wenn am Ende immer das rauskommt, was die Kunden erwarten. Oder besser: was der kommunikativen Zielsetzung der Kunden entspricht. Wir müssen uns fragen, wer oder was „wirklich“ mit der Übersetzung erreicht werden soll. Das muss nicht die Erwartungshaltung derjenigen sein, die die Leistung beauftragen. Bei einer Marketingbroschüre zum Beispiel zielt die Übersetzung auf die Kunden unserer Kunden ab. „Qualität“ entsteht, wenn eine Übersetzung für den geplanten Verwendungszweck optimal geeignet ist. Und der erklärt sich nicht immer allein durch den Content.

Woran machen Sie also Qualität fest?

Die Qualitätskriterien für eine Übersetzung definieren sich über die Antwort auf die Frage, die wir uns bei jedem Projekt aufs Neue stellen: „Was brauchen unsere Kunden eigentlich wirklich?“ Die Antworten reichen von maschineller Übersetzung zur Inhaltserschließung bis hin zu einer ausgefeilten Übersetzung mit Revision und Transcreation. Wenn der Zweck der Übersetzung „Inhaltserschließung“ ist, stören sprachliche „Unsauberkeiten“ den Zweck der Übersetzung möglicherweise nicht. Einen absoluten Qualitätsbegriff gibt es also nicht.

Wenn es keinen absoluten Qualitätsbegriff gibt, wozu braucht Gemino dann seine ISO-Zertifizierungen?

Die ISO-Normen sind eher als ein Mindeststandard zu verstehen, der einen gewissen strukturellen Rahmen vorgibt – letzten Endes ist aber entscheidend, ob ein Sprachdienstleister auch in der Lage ist, kontinuierlich auf hohem Qualitätsniveau zu liefern. Eine Zertifizierung allein garantiert noch keine gleichbleibend hohe Übersetzungsqualität. Sie bildet lediglich den Grundstein durch sinnvoll definierte, robuste Prozesse.

Ich muss gestehen, dass ich früher skeptisch war. Ich sah primär das Risiko hoher Zusatzaufwände bedingt durch den durch die Zertifizierung erhöhten Dokumentationsaufwand, und ich wollte unsere Kapazitäten lieber in konkrete Lösungen stecken. Heute sehe ich, dass Zertifizierungen auch für uns intern ein gutes Instrument sind, um das große Ganze zu hinterfragen. Wir nutzen sie regelmäßig als unabhängige Referenz, um im Rahmen interner Audits zu überprüfen, ob unsere Prozesse auch durchgängig umgesetzt werden und funktionieren. Und die Dokumentation entsteht ganz nebenbei im Arbeitsprozess.

Unsere Zertifizierungen